Hofgeschichte – Obergrafer
geschreiben von admin am Mittwoch, April 28th 2010

Der Name “Grafer” ist romanischen Ursprungs, es heißt, dass die Grafen von Görz seinerzeit das Villgratental als Jagdgebiet zu schätzen gewusst haben und in der windgeschützten sonnigen Mulde am Bach, der über eine wildromantische Schlucht (Wasserfall) von den Kessertaler Seen herunterkommt, ihre Herberge hatten. Seither heißt diese Gegend “Grafer”.

Im Mittelalter wurde dieses Besitztum in zwei Höfe geteilt (Ober- und Untergrafer). Unser Hof “Obergrafer” steht also sonnseitig (ganzjährig Sonne) in schöner und ruhiger Lage, ca. 200 m abseits von der Villgrater Talstraße auf 1.387 m Seehöhe und etwa 1,5 km vom Ortskern von Innervillgraten entfernt. Seit 1857 ist der Obergraferhof im Familienbesitz der Ortner’s, die vom Bachlechnerhof in Kalkstein stammen. Nachdem der alte Hof durch eine Mure vom Graferbrach her beschädigt worden war, wurden Wohn- und Wirtschaftsgebäude 1933 neu errichtet.

Die Gästebeherbergung hat beim “Obergrafer” lange Tradition. Bereits vor dem 2. Weltkrieg waren Sommergäste im Haus, in dem es damals weder E-Strom noch Fließwasser gab. Es waren Hamburger Familien, die mit dem Zug nach Sillian kamen und von dort den 8 km langen Weg nach Innervillgraten zu Fuß zurücklegten. Die Zimmervermietung wurde Ende der 70iger Jahre aufgegeben. Statt dessen werden nun ganzjährig Ferienwohnungen und von April bis Oktober auch die Almhütte vermietet.



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